Unerlöster seelischer Konflikt (USK) - Ausgezweifelt

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Unerlöster seelischer Konflikt (USK)

Methoden
Ein unerlöster seelischer Konflikt (USK) entsteht, wenn der vertraute Ablauf im Leben unterbrochen wird oder wenn etwas Erwartetes nicht eintritt, während der Körper in einem Zustand verminderter Resistenz/Stärke ist. Es wird einem sozusagen der Boden unter den Füßen weggezogen.
Der häufigste Grund, warum aus einem belastenden Erlebnis ein USK wird, besteht darin, dass der Klient zum Zeitpunkt des Ereignisses nicht in der Lage war, die entstandenen Gefühle zu empfinden und in angemessener Weise auszudrücken oder zu verarbeiten.
Zeitpunkt
Mögliche Ursachen für einen unerlösten seelischen Konflikt
Bei der Konzeption (Entstehung)
Negative Gefühle der Mutter/des Vaters werden oft zu Lebensthemen des entstehenden Kindes. Fehlende Liebe, Atmosphärische Bedingungen, Vergewaltigung, ...
Während der Schwangerschaft
Emotionelle/physiologische Ereignisse (wie z.B. Beziehung der Mutter zum Vater, Alkohol- oder Drogenmissbrauch, Krankheiten, angelegter aber verstorbener Zwilling, ...), Abtreibungsversuche, oft reichen schon Gedanken an Abtreibung, negative Gespräche, Fruchtwasseruntersuchungen, ...
Bei der Geburt
Atmosphäre, Emotionen wie Ängste oder Sorgen, Epiduralanästhesie (sog. Kreuzstich), Zangengeburt, Nabelschnur um den Hals, Kaiserschnitt, (zu frühe) Trennung von der Nabelschnur/Mutter, ...
Im Säuglings- und Kleinkindalter
Zu frühes Abstillen, nicht gestillt werden, erneute Schwangerschaft, Krankheit, Impfungen, Defizite in der Erfüllung von Grundbedürfnissen, Adoption, Geburt von Geschwistern, "Töpfchen"-Training, echtes oder auch nur empfundenes Verlassenwerden durch einen oder beide Elternteile, Krankheiten, "Kindergartenschock", erster Schultag, Tod eines Haustieres, Verlust eines Lieblings-Spielzeugs, Umzug, wichtige Lehrer oder Mitschüler, ...
In der Pubertät
Kämpfe, romantische Beziehungen, erste sexuelle Erfahrungen, Betrug oder Enttäuschung in frühen Liebesbeziehungen oder Freundschaften, Depressionen, Suizid-Gedanken, Leistungsdruck, Zeugnis- oder Prüfungsangst, Sport/Turn-Erlebnisse, Tanzschule, Bedrohung durch andere Jugendliche, ...
Jederzeit

Konflikte der Eltern, Scheidung, Unfälle, Operationen, finanzielle Katastrophen, Versagen in Beziehungen oder im Beruf/in der Ausbildung, Gerichtsverfahren, Krankheiten, Tod nahestehender Personen, Diagnose einer ernsten Erkrankung, Missbrauch jeder Art, ungerechte Bestrafungen, ...
USKs können auch aus dem Familiensystem übernommen worden sein (Transgenerations-Probleme z.B. aus Kriegsgeschehen), aus einem Vorleben stammen oder sogar im Falle einer Organtransplantation vom Organspender stammen (gilt auch für Knochenmark- oder Blutspender). Manchmal reicht sogar eine belastende Filmszene oder der Bericht über eine Naturkatastrophe und vieles mehr.
Bei jedem erlebten Konflikt entstehen nicht nur elektrische Phänomene im Gehirn, die eine Synapsenfehlschaltung bewirken, sondern auch gleichzeitig sekundäre biochemische Veränderungen der Neuropeptide im Gehirn sowie in den Bauch- und Brustorganen.
Wut z.B. ist ein Cocktail aus Cholezystokinin, Adrenalin, Noradrenalin und Serotonin. Oft entsteht eine unbewusste physiologische Abhängigkeit nach bestimmten selbst produzierten Chemie-Cocktails, die dazu führt, dass unser Unterbewusstein immer wieder die selben Situationen produziert (Wiederholungszwang nach Freud oder Co-Exsystem nach Stan Grof).

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